Du möchtest Windows 11 richtig installieren?
Hier ist der Guide, wie es richtig und effizient geht.
Starten wir!
- 1 Warum Windows nicht standardmäßig installieren?
- 2 1. Windows ISO vorbereiten
- 3 2. Installation, aber Schneller
- 4 3. Chris Titus – Debloat 1
- 5 4. Der Rest Debloat 2
- 6 5. Admin und Nutzer einrichten
- 7 6. Windows Update durchlaufen lassen
- 8 7. Firmware von Produkten (nur wenn notwendig)
- 9 8. Programme aber sortiert – Chocolatey
- 10 9. Keine Lust auf Updates – Auto Updates
- 11 10. Sicherheit geht vor – Antivirus installieren
- 12 11. Cloud Sync aufsetzen
- 13 12. Backup lokal / Backup der Cloud
- 14 13. DNS aber werbefrei
Warum Windows nicht standardmäßig installieren?
Der Hersteller hat genaue Vorstellungen, wie wir das Betriebssystem nutzen sollen und verwendet Praktiken, die nicht dem Verbraucher nutzen, sondern den Profit stärken dazu gehört:
- Microsoft Account Pflicht
- OneDrive Pflicht
- Bing-Suche im Startmenü
- Copilot Taste oder Copilot in jedem Programm
- Vor installierte Apps
- Microsoft Store mit Gebühren für Entwickler
Wer keine Lust auf diese Features hat, sollte diesen Guide verfolgen.
1. Windows ISO vorbereiten
Lade Dir die offizielle Windows 11 ISO Datei „English International“ herunter. Andere Sprachen kannst Du später noch installieren. Ich rate ab von anderen superlight ISO-Abbildern von dritten Webseiten, weil Malware -/ Rootkit-Modifikationen nicht auszuschließen sind.

Wir beginnen mit dem Standard Image und fügen unsere eigenen Änderungen hinzu.
2. Installation, aber Schneller
Das Programm Rufus ist der beste Weg, die ISO-Datei auf einen USB-Stick zu brennen. Wichtig sind die Einstellungen in dem Fenster „Windows User Experience“. Setze alle 5 Haken bevor Du den Vorgang startest.

Microsoft ändert regelmäßig den Installationsprozess, um die Account-Pflicht weiterhin zu forcieren. Es gibt aber immer einen Weg, um die Account-Pflicht zu umgehen, weil Unternehmen mit Accounts anders arbeiten.
Nachdem der Brennprozess abgeschlossen ist, trenne den Computer, auf welchen Du Windows installieren willst, vom Internet. Wenn Windows nach Internet und dem Wlan-Passwort fragt, überspringe die Option. Stecke den USB in den PC und starte in das Boot-Menu.

Um beim Starten Ihres PCs oder Laptops das Boot-Menü aufzurufen, musst Du direkt nach dem Einschalten wiederholt eine bestimmte Taste drücken.
Bekannte Laptop-Hersteller
- Lenovo: F12 (oder die kleine Novo-Taste an der Seite mit einer Büroklammer drücken).
- HP: F9 (manchmal erst Esc, dann F9).
- Dell: F12.
- ASUS: F8 oder Esc.
- Acer: F12 (Muss oft vorher im BIOS unter „Main“ → „F12 Boot Menü“ aktiviert werden).
- MSI: F11.
- Gigabyte / Aorus: F12.
- Toshiba / Dynabook: F12.
- Fujitsu: F12. [3, 4]
Bekannte Mainboard-Hersteller (Eigenbau-PCs)
- ASUS: F8.
- Gigabyte: F12.
- MSI: F11.
- ASRock: F11.
- Biostar: F9. [5]
Fast Boot deaktivieren: Wenn Windows zu schnell startet, halte beim Klicken auf „Herunterfahren“ in Windows die Shift-Taste (Umschalttaste) gedrückt. Das erzwingt ein vollständiges Ausschalten, wodurch die Tastenerkennung beim nächsten Start besser funktioniert.
Folge den Dialogen und wähle alles bezüglich des Datatracking ab.
3. Chris Titus – Debloat 1
Bevor wir nach dem Neustart irgendetwas installieren oder updaten, machen wir einen Debloat. Windows installiert automatisch eine Menge an Programmen, die die meisten Menschen nicht brauchen und nur unnötig Ressourcen ziehen.

Führe, als Administrator, in der PowerShell das folgende Kommando aus:
irm https://christitus.com/win | iex
- Es öffnet sich eine Fenster Chris Titus WinUtil.
- Unter den Tab Tweaks –> Standard auswählen und Run Tweaks drücken
- Unter den Tab Updates –> Security auswählen und ausführen
Mehr Informationen zu dem Tool findest Du hier https://christitus.com/windows-tool/
4. Der Rest Debloat 2
Das zweite Tool Win11Debloat erledigt den Rest.
Führe, als Administrator, in der PowerShell das folgende Kommando aus:
& ([scriptblock]::Create((irm "https://debloat.raphi.re/")))
Select Default Settings und klicke auf –> Next.
Bei beiden Tools kannst Du noch mehrere Haken setzen, wenn Du weißt welche Einstellungen betroffen sind. Diese kann das Tool zugleich anpassen. Profile / Configs kannst Du erstellen, um die gleiche Config immer wieder an Deinen Systemen einzusetzen.
5. Admin und Nutzer einrichten
Als täglicher Nutzer braucht man in der Regel keine Admin-Rechte. Deshalb erstelle einen weiteren Nutzer ohne Admin Rechte. Nutze diesen Nutzer als Standardoption für Deine tägliche Arbeit.
- Einstellungen öffnen: Drücke die Tastenkombination Windows-Taste + I.
- Zu den Benutzern navigieren: Klicke links auf Konten und scrolle rechts zu Andere Benutzer (oder Familie und andere Benutzer).
- Konto hinzufügen: Klicke neben „Anderen Benutzer hinzufügen“ auf den Button Konto hinzufügen.
- Microsoft-Abfrage überspringen: Klicke im neuen blauen Fenster auf den Link „Ich habe keine Anmeldeinformationen für diese Person“.
- Lokales Konto wählen: Klicke im nächsten Schritt auf den Link „Benutzer ohne Microsoft-Konto hinzufügen“.
- Daten eingeben: Trage den gewünschten Benutzernamen sowie optional ein Passwort ein und schließe den Vorgang ab.
6. Windows Update durchlaufen lassen
Verbinde den Computer mit dem Internet.
Gehe in die Windows-Einstellungen und suche nach Updates. Starte die Updates und arbeite weiter, wenn diese durchgelaufen sind.
7. Firmware von Produkten (nur wenn notwendig)
Das Windows Update findet schon einiges an Firmware – manche Firmware von Geräten musst Du nachinstallieren. Vermeide alle optionale Software, „Optimierungssoftware“ oder Marken-Software-Mainboard-Quatsch – außer Du hast echt Freude daran. Einige Zubehör-Geräte und Wlan-Adapter brauchen eine eigene Firmware.
8. Programme aber sortiert – Chocolatey
Windows Programme installieren die meisten Unternehmen und Privatpersonen wie im Wilden Westen – in einem totalen Durcheinander. Windows Programme kann man aus verschiedensten Quellen erhalten: CDs, Internet-Download Portalen, per Mail usw.

Wichtig ist eine zentrale und vertrauenswürdige Quelle bei der Software Installation. In Linux sind die bekanntesten Programme zentralisiert über eine einheitliche Quelle abrufbar. Wenn Du die Installationsdatei hast, gibt es noch 1000 Wege, wie Du die Software installierst und welche Abhängigkeiten Du hast.
Chocolatey erfüllt den gleichen Zweck für Windows. Chocolatey downloadet und installiert Programme mit PowerShell Skripten. Die Software installiert nicht jedes Software-Produkt, aber 11000+ Programme sind verfügbar.
9. Keine Lust auf Updates – Auto Updates
Am einfachsten hältst Du die Programme unter Windows mit Chocolatey up to date. Prüfe immer, ob ein Programm mit Chocolatey installierbar ist.
Das Extra Programm (siehe unten) prüft beim Hochfahren, ob neue Programme upgedatet werden müssen.
choco install choco-upgrade-all-at-startup -y
10. Sicherheit geht vor – Antivirus installieren
Windows Defender ist eine Option, die akzeptabel für den PC-Schutz ist. Nicht akzeptabel ist ein Windows ohne Defender oder anderen Dritt-Partei-Anti-Virus. Kauf Dir einen Antivirus oder nutze den Windows Defender.
11. Cloud Sync aufsetzen
Dein Client läuft auf unzuverlässiger Hardware. Server-Hardware ist mit speziellen Redundanz-Konzepten und ECC deutlich robuster. Deshalb musst Du davon ausgehen, dass Deine Hardware jederzeit ausfallen kann. Sync alle Deine Arbeits- und Multimedia-Datei mit einer Cloud wie Nextcloud. Das garantiert Dir, dass der Datenverlust bei Verlust der Hardware oder Defekt sehr gering ist.
12. Backup lokal / Backup der Cloud
Eine Cloud ist kein Backup.

Ein Backup schützt von unabsichtlicher oder mutwilliger Zerstörung wie durch eine Ransomware. Eine Ransomware ist eine Schadsoftware, die Dateien verschlüsselt und für die Entschlüsselung Geld verlangt. Die Cloud löscht mit dem Sync Deine Dateien und speichert die verschlüsselten Dateien auch in der Cloud.
Nur ein unabhängiges Backup rettet Dich in solchen Szenarien.
13. DNS aber werbefrei
Windows haben wir noch nicht ganz zum Schweigen bekommen. Telemetriedaten fließen weiter, wenn nicht ein DNS-Filter wie Adblock auf der Netzwerkebene die Verbindung vereitelt.
Am Ende der 13-Schritt-Prozedur haben wir einen Windows-Computer, der Programme automatisch updatet, nur stabile Windows Features installiert, Werbung nicht anzeigt und weniger Telemetriedaten versendet. Die Hardware hat mehr Ressourcen in RAM, CPU und Speicher, um Deine Programme flüssiger laufen zu lassen.



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