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Handy rooten – Vorteile, Tipps und Anleitung (2024)

Handy rooten

Du möchtest Dein Handy rooten?

Das ist der Guide mit allen Grundlagen und Ansätzen, die Dir beim erfolgreichen Rooting helfen.

Starten wir!

Was bedeutet das Handy rooten?

AOSP
AOSP

Android Handys basieren auf dem Betriebssystem Linux. Linux nutzt als Super-Nutzer mit den höchsten Berechtigungen den „Root“-Nutzer. Der normale Android-Nutzer hat sehr beschränkte Berechtigungen, sodass der Schaden von potenzieller Malware stark begrenzt ist. Lese das Linux Tutorial, wenn Du wissen willst, was mit Linux alles möglich ist.

Wenn die Schadsoftware (Malware) Root-Rechte erlangt, dann kann dieser jedem Aspekt des Betriebssystems, Software und Daten der Nutzer ändern. Auf der anderen Seite können die Nutzer nur mit Rooting-Rechten die versteckten Individualisierungs- und Performance-Möglichkeiten verwenden. Das Ziel des Rootings ist es oft, Bloat- und Services von dem Geräte zu deinstallieren oder verborgene und beschränkte Funktionen zu nutzen.

TOP 7 Vorteile Rooting für Dich

Viele Gründe sprechen für das Rooting des Geräts. Das Handy-Rooting ist sinnvoll, wenn …

Apps und Services deinstallieren

Einige Services sind in der Regel auf Deinem Android-Gerät vorinstalliert.

Z. B. Samsung Apps, Nokia Geräte-Apps, HRS, Candy Crush, Google Mails, Maps, Play Store, Play Services, Google Home und mehr.

Brauchst Du jede App
Brauchst Du jede App wirklich?

Ohne Rooting kannst Du diese Apps, wenn überhaupt deaktivieren und diese nicht komplett deinstallieren. Andere Hersteller bestücken die Geräte mit weiteren, nicht deinstallierbaren Apps (Bloatware). In der Vergangheit hat sich einige unnötige Software, wirklich als schadhaft herausgesetllt. Dieser Guide erklärt Dir, wie Du Malware loswirst.

Optimale Batterie-Optimierungen verwenden

Einige Hintergrund-Services von System-Android und Bloat-Apps brauchst Du nicht. Deaktiviere diese und spare jeden Tag effektiv Akku ein, ohne ein neues Handy zu kaufen.

Sicherheit und Nachhaltigkeit

Die meisten Android-Hersteller versorgen das Gerät mit Sicherheitsupdates für nur 1 oder 2 Jahre nach der Veröffentlichung. Dein Handy ist das Ziel von Hackern nach dieser Zeit und datensensible Anwendungen sollen deshalb nicht mehr auf dem Gerät laufen.

Andere App Stores nutzen

Du erhältst den vollen Funktionsumfang anderer Apps-Stores, wenn Du Dein Gerät gerootet hast.

F-Droid ist tool
F-Droid ist tool

Der Google Play Store kann automatisch Apps aktualisieren, managen und deinstallieren. Nur mit Rooting dürfen das auch andere Stores. Du kannst ohne ein Rooting Apps sideloaden, welches aus Sicherheitsgründen absichtlich kompliziert ist.

Systemleistung für Games optimieren

Du hast die volle Kontrolle über das Gerät, sodass Du Dein Gerät nach Deinen Wünschen von Adware oder Bloatware befreien kannst. Nur so kannst Du das Optimum an Leistung aus Deiner Hardware herauskitzeln.

Mehr Privatsphäre

Du kannst Dein Handy so betreiben, dass Du ausschließlich Daten-sparsame Open Source Apps und Services nutzen kannst. So kannst Du die Vorzüge eines Smartphones genießen, ohne ein schlechtes Daten-Gewissen zu haben.

Mehr Flexibilität im Aussehen / GUI

Gestaltet Android so um, wie Du lustig bist. Du kannst alles ändern. Die Icon-Designs, die Farben, die Menüs und noch viel mehr.

Grundlagen zum Handy rooten

Lineage
Lineage ist eine Top ROM

Handytreiber: Die Windows Computer brauchen Geräte-Treiber, damit der Computer Dein Gerät erkennt. Diese brauchst Du nicht nur zum Flashen, sondern auch um Backups und. Bilder auf Deinen Computer zu übertragen.

Android Device Bridge (ADB): Diese Software installierst Du auf Windows oder Linux, um Deinen Computer mit dem Gerät zu verbinden. Du kannst mit der Software Anwendungen installieren, flashen und tiefgreifende Änderungen am Gerät vornehmen.

Fastboot / Bootloader: Dieses Programm lädt beim Start des Smartphones als erstes, um das Betriebssystem zu laden und die korrekte Ausführung zu überprüfen. Falls das Hochfahren fehlschlagen sollte, geht das Gerät in den Recovery-Modus.

Alternative ROM: Alle ROMs basieren auf dem Android Open Source Project. Andere Programmierer erstellen sich einen Klon und modifizieren die Funktionen und Features, sowie es diesen gefällt. Bekannte ROMs sind Lineage und GraphenOS.

Flashen: Wenn Du eine alternative ROM installieren willst, musst Du das neue Betriebssystem auf Dein Handy bringen. Vom Computer aus lädst Du eine Archiv (zip) oder Image (img) Datei in den Speicher des Handys.

Brick: Wenn Du eine falsche Version auf Dein Handy flashst oder beim Flashen das Kabel ziehst, dann kannst Du Dein Gerät nicht mehr nutzen. Oftmals produzierst Du einen Softbrick – das Handy ist momentan nicht funktionsfähig, aber mit der (aufwendigen) Rückabwicklung der Schritte, kannst Du ein Handy wieder nutzen. Achte deshalb sehr genau auf die Rooting-Anweisungen für Dein Handy.

Recovery (TWRP / LineageOS Recovery): Diese Software hilft beim Upgraden von Betriebssystem-Versionen (Android 13 -> 14) oder beim Zurücksetzen und Neuinstallieren des Geräts.

FAQ zum Rooting

Ist es illegal, sein Handy zu rooten?

Nein, in Deutschland darfst Du Geräte mit Software bespielen, wie Du Lust hast.

Tipp

Du darfst keinen Support des Herstellers oder des Verkäufers erwarten. Du verlierst die Garantie, weil Du die Software des Geräts komplett ersetzt. Wenn Du ein Hardware-Problem hast, musst Du Dein Gerät immer in den Ursprungszustand (Vendor-Image) zurückversetzen.

Handy rooten rückgangig machen?

Gute Anleitungen geben die Schritte an, wie Du das Rooting rückgängig machen kannst.

Flashe die ursprüngliche Android-Version des Herstellers auf das Gerät und schließe den Bootloader. Das Gerät erscheint, als ob diese nie gerootet wurde.

Kann man iPhones rooten?

Bei iPhones nennt sich das Rooting „Jailbreaking“. Mit jeder iPhone-Generation müssen die Bastler neue Wege finden, um einen Jailbreak zu erstellen. Ist das Gerät erstmal gejailbreakt, dann kannst Du andere IOS-Apps installieren (Sideloading) und Änderungen am Betriebssystem erfolgen.

Gibt es Apps zum Handy rooten?

Jein. Viele Apps helfen Dir beim Rooting (oder Flashing). Bei den meisten Geräten musst Du das Gerät aus dem Recovery rooten. Eine App, welche aus einem „unmodifizierten“ Handy ein Root-Gerät macht, ist eine Malware. Android versucht durch Sandboxing und Abschirmung das zu verhindern.

Welche Handys lassen sich leicht rooten?

Häufig sind „Beststeller“ Handys gut rootbar. Solange der Hersteller keine totale Abkapselung geschaffen hat, bietet eine große Community aus Entwicklern und Nutzer sehr gute Anleitung zum Rooten.

Magisk Rooting
Magisk Rooting

Die Anleitungen funktionieren nicht bei bestimmten Prozessor-Architekturen, 4G / 5G Standards, Display-Auflösungen oder „länderspezifische Versionen“. Lese exakt und informiere Dich zweimal, bevor Du beginnst!

Handy rooten ohne PC geht das?

Ja, ein Rooting ohne PC ist möglich, wenn Dein Gerät dynamische Partitionen zulässt. Manche Hersteller liefern ihre Geräte in einen „gerooteten“ bzw. „entsperrten“ Zustand aus, sodass Änderungen ein Kinderspiel sind. Diese Geräte haben zwei Speicherbereiche (Slots), um Betriebssysteme zu speichern. Scheitert das Betriebssystem A beim Hochfahren, dann springt das alte System B ein.

Wie kann ich mein Handy rooten?

Der Rooting-Prozess ist von Gerät zu Gerät und Hersteller zu Hersteller unterschiedlich.

Je nach Beliebthei“ des Geräts stellt die Community eigene Anleitungen zur Verfügung, die stark in der Komplexität, Aufwand und technischen Vorwissen variieren.

Rooting ist nicht für PC-Anfänger, wenn kein „offiziellen“ Releases verfügbar sind. Das Tutorial über die Kommandozeile ist hier für Dich Pflicht. Dieser Tutorial erklärt Dir, wie es für GraphenOS geht.

BONUS: Anfänger Tipp zum Rooting

Wenn Du zum ersten Mal rootest, probiere das Rooting an Deinem alten Smartphone aus, welches seit Jahren in der Schublade liegt. So lernst Du die Grundlagen und riskierst kein 1200 € Gerät.

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